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Pizzaöfen · 14 Min Lesedauer

Unold Pizzaöfen: Alle aktuellen Modelle im Vergleich

Unold hat sich mit dem Luigi in der deutschen Pizza-Community einen Namen gemacht – ein elektrischer Pizzaofen, der zum kleinen Preis echte Steinofen-Temperaturen liefert. Mittlerweile umfasst das Lineup fünf Modelle, und die Unterschiede sind auf den ersten Blick nicht offensichtlich. Ich habe mir die technischen Daten aller aktuellen Unold-Pizzaöfen angesehen und ordne sie ein: Was können sie, wo liegen die Unterschiede – und welcher passt zu wem?

Daniel

Daniel — Vom zerbrochenen Pizzastein zum Ooni — meine Equipment-Reise in 5 Jahren.

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Unold Luigi Enzo Vergleich
Hinweis: Abbildungen in diesem Beitrag teils KI generiert

01 · Die fünf aktuellen Modelle im Schnellüberblick

Unold bietet Stand September 2026 fünf elektrische Pizzaöfen an. Selbst im Einsatz habe ich davon den Luigi, die anderen vier ordne ich nach den Unold-Datenblättern ein. Alle arbeiten mit Ober- und Unterhitze, verwenden einen Cordierit-Pizzastein und kommen mit Automatikprogrammen für verschiedene Pizzastile. Die Kernunterschiede: maximale Temperatur, Bedienung, Steinart (statisch vs. rotierend) und mitgeliefertes Zubehör.

ModellArt.-Nr.Max. Temp.LeistungPizzasteinTürFarbe
Luigi68816450 °C1.700 W32 × 32 cm, statisch2-fach verglastEdelstahl (silber)
Don Luigi68815450 °C1.700 W32 × 32 cm, statisch2-fach verglastBlack Steel
Alfredo68806450 °C1.700 W32 × 32 cm, statisch2-fach verglastEdelstahl (silber)
Don Alfredo68805450 °C1.700 W32 × 32 cm, statisch2-fach verglastSchwarz (gebürstet)
Enzo68916500 °C2.100 Wrund, Ø 33 cm, rotierend3-fach verglastEdelstahl

02 · Welcher Unold-Pizzaofen passt zu dir?

Du willst möglichst wenig ausgeben und hast schon einen Pizzaschieber: → Luigi (68816). Günstigster Einstieg, technisch solide.

Du willst den besten Einstieg mit allem dabei: → Alfredo (68806). Der Drehregler ist praxisnäher als reine Touch-Bedienung, und der Schieber ist inklusive.

Du willst das Beste, was Unold anbietet: → Enzo (68916). Rotierender Stein, 500 °C, mehr Leistung, Outdoor-tauglich. Wenn der Preis stimmt, das beste Gesamtpaket.

Du willst vor allem einen schwarzen Ofen: → Don Luigi (mit mehr Zubehör) oder Don Alfredo (mit Drehregler). Technisch identisch mit den silbernen Varianten.

Zu den Prime Deal Days am 6. und 7. Oktober prüfe ich auf der Seite Pizzaofen-Angebote, ob Luigi und Enzo wirklich günstiger werden.


03 · Die Modelle im Detail

Luigi (68816) – Der Einstieg

Der Luigi ist das Modell, mit dem Unold den Markt aufgemischt hat. Für wenig Geld bekommst du einen elektrischen Pizzaofen, der bis zu 450 °C erreicht und mit getrennter Ober-/Unterhitze arbeitet. Gasöfen wie der Ooni Koda schaffen laut Hersteller rund 500 °C. Der Luigi kommt nah heran und läuft mit Strom aus der Steckdose, in der Küche.

Unold-Pizzaofen auf einer Küchenarbeitsplatte – Pizza auf dem Cordierit-Stein sichtbar durch die Glastür

Was drin ist: Pizzastein (Cordierit, 32 × 32 cm), Rezeptheft. Keinen Pizzaschieber – den musst du separat kaufen.

Bedienung: Touch-Control-Display mit sechs Automatikprogrammen (Napoli, Dünn & Knusprig, New York-Style, Pfannenpizza, Tiefkühlpizza, DIY). Ober- und Unterhitze getrennt regelbar von 80–450 °C. Timer von 1–60 Minuten. Innenbeleuchtung.

Meine Einschätzung: Der Luigi ist der Preis-Leistungs-Einstieg. Wenn du einfach einen Pizzaofen willst, der deutlich bessere Ergebnisse liefert als dein Haushaltsofen, und du in der Einstiegsklasse bleiben willst, nimm den Luigi. Die fehlende Schieber-Beigabe ist ärgerlich, aber eine Pizzaschaufel kostet etwa 15 € (Hier mein Ratgeber). Der Stein ist statisch. Laut Unold musst du dank gleichmäßiger Hitze nicht drehen, und bei meinem Luigi klappt das meistens auch. Wird der Rand hinten dunkler als vorne, drehe ich die Pizza einmal. Mit dem Schieber im heißen Ofen braucht das etwas Übung.

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Unold Pizzaofen LUIGI 68816 · Steinofen Feeling zu Hause, schnell und sicher

Wenn du Pizza mit richtigem Ofentrieb willst, ist LUIGI ein echtes Upgrade: bis zu 450 °C, ein schneller Cordierit Pizzastein und eine gleichmäßige Hitzeverteilung, laut Unold musst du dabei nicht drehen. Dazu kommen Automatikprogramme und getrennt einstellbare Ober und Unterhitze für deinen Stil.
Das macht den Unterschied
  • 450 °C für Steinofen Ergebnisse
  • Pizza in ca. 2 Minuten möglich
  • Meist ohne Wenden, laut Unold gleichmäßige Hitze
Kontrolle und Programme
  • Ober und Unterhitze 80 bis 450 °C getrennt einstellbar
  • Timer 1 bis 60 Minuten
  • Presets: Napoli, Dünn und Knusprig, New York, Pfannenpizza, Tiefkühlpizza, DIY
Praktisch im Alltag: Cordierit Pizzastein 32 × 32 cm, Innenbeleuchtung, doppelverglaste Tür, Cool Touch Griff, hitzeisoliertes Edelstahlgehäuse und Rezeptheft inklusive.
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Elektrisch, sauber, schnell und richtig heiß, ideal für Pizza, Flammkuchen und Fladenbrot.
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Don Luigi (68815) – Luigi in Schwarz, mit Zubehör

Der Don Luigi ist technisch identisch mit dem Luigi: gleiche Heizleistung, gleiche Temperatur, gleicher Stein. Die Unterschiede sind rein äußerlich und beim Zubehör.

Was anders ist: Schwarzes Stahlblech statt silbernem Edelstahl. Und im Karton liegt mehr: Pizzaschieber, Pizzabackform (Blech) und ein Profi-Pizzaschneider sind inklusive.

Meine Einschätzung: Wenn du noch keinen Pizzaschieber hast und die schwarze Optik bevorzugst, ist der Don Luigi das sinnvollere Paket. Der Aufpreis gegenüber dem Luigi geht für Schieber + Backform + Schneider in Ordnung. Wenn du aber schon einen Schieber besitzt oder sowieso einen hochwertigen kaufen willst (die mitgelieferten Schieber bei Öfen dieser Preisklasse sind selten überragend), spar dir den Aufpreis.


Alfredo (68806) – Modernere Bedienung

Der Alfredo kam 2025 als neues Modell hinzu und sieht dem Luigi zum Verwechseln ähnlich. Auf dem Datenblatt sind die Kernspezifikationen identisch: 1.700 W, bis 450 °C, 32 × 32 cm Cordierit-Stein, 2-fach verglaste Tür.

Pizza mit Leopard-Spots auf dem Rand – frisch aus dem Unold-Pizzaofen

Was anders ist: Der Alfredo hat einen digitalen Drehregler zusätzlich zum Touch-Control-Display. Das macht die Temperatureinstellung flüssiger als reine Touch-Bedienung. Außerdem ist ein Pizzaschieber im Lieferumfang enthalten.

Meine Einschätzung: Der Alfredo ist der „Luigi mit besserem Bedienkonzept und Schieber dabei“. Ob der Drehregler den Aufpreis gegenüber dem Luigi rechtfertigt, hängt davon ab, wie sehr dich Touch-only-Bedienung am heißen Ofen stört. Fettige Finger und ein Touch-Display vertragen sich nicht besonders – der Drehregler ist da praxisnäher.

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Unold Pizzaofen ALFREDO 68806 · 450 °C Power für Pizza wie aus dem Steinofen

Der Unold ALFREDO liefert dir echtes Steinofen Feeling in Rekordzeit: bis zu 450 °C und Pizza in ca. 2 Minuten. Der entnehmbare Cordierit Pizzastein sorgt laut Unold für gleichmäßige Hitze, sodass du nicht drehen musst. Ideal, wenn du Napoli, New York Style oder auch Flammkuchen schnell und sauber im elektrischen Ofen backen willst.
Schnell & knusprig
  • Pizza in ca. 2 Minuten möglich
  • 450 °C für kräftigen Ofentrieb
  • Ohne Drehen laut Unold, dank gleichmäßiger Hitze
Kontrolle & Programme
  • Getrennte Ober und Unterhitze per Drehregler & Touch Display
  • 5 Programme für Styles wie Napoli und New York
  • Plus Eigenprogramm für deinen DIY Modus
Sicher & komplett: doppelverglaste Tür, Cool Touch Griff, hitzeisoliertes Edelstahlgehäuse, Innenbeleuchtung, Cordierit Stein (entnehmbar) sowie Pizzaschieber und Rezeptheft im Lieferumfang.
Perfekt für Pizza Abende ohne Gas
Napoli, New York oder Flammkuchen, schnell aufgeheizt, sauber im Handling, knuspriges Ergebnis.
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Don Alfredo (68805) – Alfredo in Schwarz

Wie beim Don Luigi: technisch identisch mit dem Alfredo, aber in schwarzem gebürstetem Stahlblech. Lieferumfang ist gleich (Schieber, Stein, Rezeptheft).

Meine Einschätzung: Reine Farbvariante. Wenn du Schwarz willst und den Drehregler schätzt, nimm den Don Alfredo. Ansonsten gibt es keinen Grund, den Aufpreis gegenüber dem Alfredo zu zahlen.


Enzo (68916) – Das neue Flaggschiff

Der Enzo ist seit Ende 2025 auf dem Markt und das erste Unold-Modell, das sich technisch deutlich vom Luigi-Grundkonzept abhebt. Hier hat Unold tatsächlich aufgerüstet – nicht nur Farbe und Zubehör, sondern die Kernkomponenten.

Unold-Pizzaofen auf einem Balkontisch – Outdoor-Einsatz des Enzo mit IPX4-Schutz

Was anders ist:

500 °C statt 450 °C. Der Enzo heizt 50 Grad höher als alle anderen Modelle. Unold gibt für den Enzo ca. 90 Sekunden Backzeit an, für den Luigi ca. 2 Minuten. Mehr Hitze bräunt den Rand in der Regel schneller. Im Enzo selbst gebacken habe ich noch nicht, hier stehen Herstellerangaben und meine Einordnung.

Rotierender Pizzastein (33 cm Ø). Das ist die größte Neuerung. Der Cordierit-Stein dreht sich automatisch, sodass die Pizza gleichmäßig gebacken wird, ohne dass du sie per Hand drehen musst. Gerade für Anfänger ist das ein echtes Komfortplus – das Drehen mit dem Schieber im heißen Ofen ist eine der häufigsten Fehlerquellen.

2.100 W statt 1.700 W. Mehr Leistung kann schneller nachheizen. Bei meinem Luigi merke ich nach 3–4 Pizzen am Stück, dass der Stein kühler wird, dann gönne ich ihm ein paar Minuten Pause. Ob der Enzo das mit 400 W mehr besser abfängt, habe ich nicht gemessen. Die Nennleistung spricht dafür, ein Beleg ist sie nicht.

3-fach verglaste Tür. Bessere Isolation = weniger Hitzeverlust beim Öffnen und weniger Hitze an der Außenseite. Gerade in der Küche angenehmer.

Schubladen-Tür. Statt einer normalen Klapptür hat der Enzo eine Schubladen-Konstruktion. Das erleichtert das Einschieben und Herausnehmen der Pizza.

IPX4-Schutzklasse. Als einziges Modell im Lineup ist der Enzo offiziell gegen Spritzwasser geschützt und damit für den Außeneinsatz auf Balkon oder Terrasse freigegeben. Die anderen Modelle sind primär für den Innenbereich gedacht.

Temperaturbereich 150–500 °C (statt 80–450 °C bei den anderen). Der höhere Minimalwert ist irrelevant für Pizza, aber der Maximalwert zählt.

Was gleich geblieben ist: Automatikprogramme (Napoli, Dünn & Knusprig, New York-Style, Pfannenpizza, Tiefkühlpizza, Manual), Timer 1–60 Minuten, Touch-Control-Display, Innenbeleuchtung, Edelstahlgehäuse.

Lieferumfang: Pizzastein (rotierend), Pizzaschieber, Rezeptheft.

🔥 bis 500 °C Unold ENZO 68916 · rotierender Stein · Pizza in ca. 90 Sekunden
Automatisch rotierend

Unold Pizzaofen ENZO 68916 · 500 °C, rotierender Stein, Pizza in 90 Sekunden

Du willst Steinofen-Pizza mit maximalem Komfort? Der ENZO liefert bis zu 500 °C und schafft Pizza in ca. 90 Sekunden. Das Highlight: der automatisch rotierende Cordierit-Pizzastein (rund, Ø 33 cm) sorgt für gleichmäßige Bräune, ohne Nachdrehen. Ideal für Einsteiger, die sich das Drehen im heißen Ofen sparen wollen.
Warum der ENZO so stark ist
  • bis 500 °C für starken Ofentrieb
  • rotierender Stein, Ø 33 cm für gleichmäßige Bräune
  • Pizza in ca. 90 Sekunden möglich
Programme & Kontrolle
  • 6 Programme: Napoli, Dünn & Knusprig, New York, Pfannenpizza, Tiefkühlpizza, DIY
  • Ober & Unterhitze getrennt: 150–500 °C
  • Timer: 1–60 Minuten
Sicher & entspannt: Cool-Touch-Griff, 3-fach verglaste Tür und digitales Touch-Display – damit du während des Backens bequem nachschauen und bedienen kannst. Auch top für Flammkuchen, Fladenbrot und mehr.
Für Pizza Sessions ohne Stress
Rotierender Stein, hohe Temperatur, schnelle Backzeit – gemacht für entspannte Pizza-Abende.
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Meine Einschätzung: Nach Datenblatt ist der Enzo der Ofen, den ich den meisten Hobbybäckern empfehlen würde, wenn er ins Budget passt. Selbst genutzt habe ich von den fünf Modellen nur den Luigi. Der rotierende Stein nimmt dir das Drehen im heißen Ofen ab, und das ist bei Elektroöfen eine der häufigsten Fehlerquellen. Preislich liegt er etwas über dem Luigi, an der Grenze zwischen Einstieg und Mittelklasse.

Aber: Der rotierende Stein sitzt auf einer Drehaufnahme. Ob ein beliebiger runder Stein aus dem Handel darauf passt, sagt Unold nicht. Sicher passt der runde Biscotto-Stein, den Unold als Zubehör eigens für den Enzo anbietet (Stand September 2026). Wer später auf Biscotto umsteigen will, hat also einen Weg. Beim Luigi und Alfredo liegt der Stein lose auf, auch dafür gibt es bei Unold einen eckigen Biscotto.


04 · Die Unterschiede auf einen Blick

Was tatsächlich zwischen den Modellen variiert – und was Marketing ist:

MerkmalLuigiDon LuigiAlfredoDon AlfredoEnzo
Max. Temperatur450 °C450 °C450 °C450 °C500 °C
Leistung1.700 W1.700 W1.700 W1.700 W2.100 W
Pizzastein32 cm, statisch32 cm, statisch32 cm, statisch32 cm, statischrund, Ø 33 cm, rotierend
Tür-Verglasung2-fach2-fach2-fach2-fach3-fach
Tür-TypKlappeKlappeKlappeKlappeSchublade
BedienungTouchTouchDrehregler + TouchDrehregler + TouchTouch
IPX4 (Outdoor)✗✗✗✗✓
FarbeSilberSchwarzSilberSchwarzSilber
Schieber inklusive✗✓✓✓✓
Backform inklusive✗✓✗✗✗
Pizzaschneider inkl.✗✓✗✗✗

Zusammengefasst: Es gibt eigentlich zwei Geräteklassen: Die 1.700-W-Modelle (Luigi, Don Luigi, Alfredo, Don Alfredo) mit statischem Stein und maximal 450 °C – und den Enzo mit 2.100 W, rotierendem Stein und 500 °C. Innerhalb der 1.700-W-Klasse unterscheiden sich die Modelle primär durch Farbe, Bedienkonzept und mitgeliefertes Zubehör.


05 · Was Unold-Pizzaöfen können – und was nicht

Die Produktbeschreibungen bei Unold zeigen naturgemäß vor allem die Stärken. Deshalb hier auch die Grenzen.

Was sie gut können:

Für den Preis liefern die Unold-Öfen Ergebnisse, die ein Haushaltsofen nicht hinbekommt. 450–500 °C auf einem Cordierit-Stein ergeben einen deutlich besseren Boden als 250 °C auf einem Backblech. Die Pizza ist in 90 Sekunden bis 2 Minuten fertig, der Rand bekommt Blasen, der Boden wird knusprig. Für Pizza-Abende mit der Familie sind sie hervorragend geeignet.

Wo die Grenzen liegen:

Elektrische Öfen in dieser Preisklasse haben grundsätzlich ein paar Einschränkungen im Vergleich zu Gas-Pizzaöfen (Ooni Koda, Gozney Arc) oder professionellen Geräten:

Der Cordierit-Stein speichert weniger Hitze als z. B. ein Biscotto-Stein oder Schamott. Nach 3–4 Pizzen in Folge sinkt die Steintemperatur, und du musst warten, bis der Ofen nachgeheizt hat. Beim Enzo dürfte das wegen der 2.100 W schwächer ausfallen, gemessen habe ich das nicht.

Der Backraum ist flach: laut Unold ca. 9 cm hoch beim Luigi und Don Luigi, ca. 7 cm beim Enzo. Das begrenzt, wie hoch der Cornicione (Rand) aufgehen kann. Für neapolitanische Pizza mit richtig aufgeblähtem Rand wird es eng. New-York-Style und dünne Pizzen funktionieren problemlos.

Tiefkühlpizza und stark belegte Pizzen können auf dem Pizzastein anbrennen, weil der Belag vom Stein tropft. Die Pizzabackform (beim Don Luigi inklusive) hilft hier.

Papa-Daniel-Tipp: Ein häufiger Anfängerfehler bei diesen Öfen: Den Teig direkt auf den Schieber legen und belegen. Durch die Hitze in der Nähe des Ofens wird der Teig schnell weich und klebt am Schieber fest. Besser: Teig auf dem Schieber nur kurz zwischenlagern, zügig belegen und sofort einschieben. Oder den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche belegen und dann auf den Schieber transferieren.


06 · Unold vs. die Konkurrenz: Wo stehen die Öfen?

GerätTypMax. Temp.PizzasteinPreisklasseFür wen?
G3 Ferrari DeliziaElektrisch400 °C31 cm, statischEinstiegAbsolute Einsteiger, sehr kleines Budget
Unold LuigiElektrisch450 °C32 cm, statischEinstiegEinsteiger mit höherem Anspruch
Unold EnzoElektrisch500 °C33 cm, rotierendEinstiegAmbitionierte Einsteiger, Familien
Ooni VoltElektrisch450 °C33 cm, statischOberklasseAmbitionierte, die Indoor Premium wollen
Ooni Koda 16Gas500 °C42 cm, statischMittelklasseOutdoor, größere Pizzen
Gozney ArcGas500 °C40 cm, statischMittelklasseOutdoor, Design, größere Pizzen

Der Unold Enzo positioniert sich in einer Lücke: besser als die günstigen Elektro-Öfen, deutlich günstiger als die Premium-Elektro-Klasse (Ooni Volt) und eine echte Indoor-Alternative zu Gas-Öfen, die einen Außenbereich brauchen.


07 · Aufheizen und erste Pizza: Schritt für Schritt

Wenn du deinen Unold-Pizzaofen zum ersten Mal benutzt, gibt es ein paar Dinge zu beachten – unabhängig vom Modell.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Erste Pizza im Unold-Pizzaofen

  1. Einbrennen beim ersten Einsatz: Ofen ohne Pizza auf maximaler Temperatur 20–30 Minuten laufen lassen, damit Produktionsrückstände ausdampfen. Fenster öffnen – es raucht und riecht.
  2. Temperatur wählen: Für neapolitanische Pizza: Maximum (450–500 °C). Für New York-Style oder dünnere Pizzen: 350–400 °C. Die Automatikprogramme sind ein guter Startpunkt.
  3. Pizza einschieben: Teig auf bemehltem Schieber platzieren, belegen und zügig auf den heißen Stein gleiten lassen. Überschüssiges Mehl vorher abklopfen, sonst verbrennt es auf dem Stein.
  4. Backvorgang beobachten: Bei 450–500 °C geht es schnell. Durch die Glasscheibe (und die Innenbeleuchtung) kannst du den Fortschritt verfolgen. Bei statischem Stein (Luigi/Alfredo) ist laut Unold kein Drehen nötig. Wird der Rand hinten dunkler als vorne, drehe ich die Pizza einmal. Beim Enzo dreht sich der Stein selbst.
  5. Pizza entnehmen und Stein reinigen: Pizza mit dem Schieber herausnehmen. Zwischen den Pizzen den Stein kurz sauber brennen lassen (1–2 Minuten bei Maximaltemperatur). Verbrannte Teigreste einfach ausbrennen – nicht im heißen Zustand mit Wasser reinigen.

Papa-Daniel-Tipp: Die ersten 2–3 Pizzen im neuen Ofen werden nicht perfekt. Der Stein muss eine Patina aufbauen, und du musst ein Gefühl für die Hitze und das Timing entwickeln. Lass dich davon nicht entmutigen – ab Pizza 4 oder 5 hast du den Dreh raus.


Der Luigi kann übrigens mehr als Pizza. Für dünne Fladen wie im Lahmacun-Rezept fahre ich ihn mit 300 Grad Steintemperatur, dann bleibt der Boden hell und der Belag gart durch.

08 · Häufige Fragen zu Unold-Pizzaöfen

Welcher Unold-Pizzaofen ist der beste?

Der Enzo (68916) ist das technisch stärkste Modell mit 500 °C, rotierendem Pizzastein und 2.100 W Leistung. Für den besten Einstieg zum günstigsten Preis ist der Luigi (68816) die richtige Wahl. Der Alfredo (68806) bietet mit seinem Drehregler das bessere Bedienkonzept als der Luigi, bei ansonsten gleichen Spezifikationen.

Was ist der Unterschied zwischen Unold Luigi und Don Luigi?

Die Technik ist identisch – gleiche Temperatur, gleiche Leistung, gleicher Pizzastein. Der Don Luigi hat ein schwarzes Gehäuse statt Edelstahl und enthält zusätzlich einen Pizzaschieber, eine Pizzabackform und einen Pizzaschneider. Der Aufpreis ist überschaubar.

Was ist der Unterschied zwischen Unold Luigi und Enzo?

Der Enzo erreicht 500 °C statt 450 °C, hat einen automatisch rotierenden Pizzastein (rund, Ø 33 cm, statt 32 × 32 cm), eine 3-fach verglaste Tür, 2.100 W statt 1.700 W Leistung und IPX4-Schutz für den Außeneinsatz. Unold gibt für den Enzo ca. 90 Sekunden Backzeit an, für den Luigi ca. 2 Minuten.

Kann ich den Pizzastein im Unold-Ofen austauschen?

Beim Luigi, Don Luigi, Alfredo und Don Alfredo ja, der Stein liegt lose auf und kann durch einen Stein mit passenden Maßen (max. 32 × 32 cm) ersetzt werden. Unold bietet dafür auch einen eckigen Biscotto-Stein an. Beim Enzo sitzt der runde Stein auf einer Drehaufnahme. Als Ersatz bietet Unold einen eigenen runden Biscotto-Stein für den Enzo an (Stand September 2026).

Sind Unold-Pizzaöfen für die Küche geeignet?

Alle Modelle funktionieren in der Küche. Sie produzieren allerdings Hitze und Rauch (vor allem wenn Mehl oder Belag auf den Stein tropft). Eine gute Dunstabzugshaube oder ein geöffnetes Fenster sind empfehlenswert. Der Enzo ist als einziges Modell mit IPX4 auch offiziell für den Außeneinsatz freigegeben.


09 · Drei Modelle, die zählen

Aus dem Fünfer-Lineup brauchst du nur drei Modelle auf dem Zettel:

Luigi – wenn das Budget entscheidet. Solider Einstieg, gute Ergebnisse, günstigster Preis.

Alfredo – wenn du den besten 450-°C-Ofen mit praxisnaher Bedienung willst. Der Drehregler macht einen Unterschied, und der Schieber ist dabei.

Enzo – wenn du das beste Gesamtpaket willst. Rotierender Stein, 500 °C und mehr Heizleistung heben ihn auf dem Datenblatt klar ab. Liegt er preislich nur knapp über dem Luigi, würde ich zum Enzo greifen.

Die „Don“-Varianten (Don Luigi, Don Alfredo) sind reine Farb- und Zubehör-Upgrades. Schön, wenn dir Schwarz wichtig ist – technisch bringen sie nichts Neues.

Unabhängig vom Modell gilt: Ein Unold-Pizzaofen liefert bessere Pizza als dein Haushaltsofen. Er liefert keine bessere Pizza als ein guter Gasofen – aber er funktioniert in der Küche, braucht keinen Gasanschluss und kostet einen Bruchteil. Für die meisten Hobbybäcker ist das genau der richtige Kompromiss. Ich liebe meinen Luigi im Winter, wenn es mir draußen zu kalt oder nass ist.

Lust auf mehr Pizza-Wissen und weitere Ofen-Arten? Weitere hilfreiche Tipps und Ideen zu Pizzaöfen (von Steinöfen bis Elektro) findest du hier.


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